Hauptkapitel · II
STRUKTUREN UND KRÄFTE
Die Szene, die diesem Teil vorausgeht, endet an einem Küchentisch. Niemand hat Emma gefragt, und die Schichten, die der erste Teil vermessen hat, waren trotzdem schon da. Der erste Teil hat gezeigt, wo Macht sitzt und auf welchem Schauplatz sie sich streitet. Er hat nicht gezeigt, auf welcher Tiefe sie wirkt, und ohne diese Frage lässt sich nicht sagen, ob ein Eingriff eine Ursache trifft oder ihr Symptom.
Das holen wir in diesem Teil nach, in sechs Schritten. Im Brückenkapitel entwickeln wir das Vier-Level-Modell, das nach der Tiefe eines Eingriffs fragt und damit eine andere Frage stellt als die Lesehilfe des Koordinatensystems, die nach dem Schauplatz fragt. In der Tiefenprobe setzen wir das neue Werkzeug an den vertrauten Laboren an, bevor es Unbekanntes vermessen muss. In Fraktionen und Kräfte beschreiben wir, wer in diesem Feld steht und wie sich Haltungen an Signatur und Reichweite lesen lassen. In Die Arena des Omegacene beschreiben wir den Raum, in dem diese Haltungen aufeinandertreffen, mit seinen nicht verhandelbaren Randbedingungen, seinen kollidierenden Zeitskalen und den vier Attraktoren, auf die Systeme unter Druck zulaufen. In Narrative Macht, Macht der Narrative fragen wir, welche Geschichten in diesem Raum als ausführbarer Code gelten, und in Die Ökonomie der Gefühle, wer über das Rohmaterial verfügt, aus dem solche Geschichten ihre Kraft beziehen.
Wer diesen Teil durchquert hat, kennt die Werkzeuge und die Akteure. Was er dann noch nicht kennt, sind die Instrumente, mit denen die Akteure in ihre eigene Konfiguration eingreifen. Ihnen gehört der dritte Teil.
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